Störbern Sie in alten Schriften
und historischen Dokumenten
Geschichten
aus Arnsberg
Heimatgeschichtliches Ein schneller Überblick
Um 800 Älteste Erwähnung als "Arnesberge"
Älteste Erwähnung des Namen „Arnesberge“ in den Urbarien der Abtei Werden an der Ruhr.
Um 1070 Errichtung der Rüdenburg
Errichtung der Alten Burg (Rüdenburg) durch Konrad von Werl
Um 1100 Bau des Arnsberger Schlosses
Bau des späteren Arnsberger Schlosses. Friedrich der Streitbare.
1114 Erste Arnsberger Bürger
14 Familien geben sich in den Schutz des Grafen Friedrich von Arnsberg.
1170 Stiftung des Kloster Wedinghausen
Graf Heinrich I. stiftet als Sühne für den Tod seine Bruders Friedrich das Kloster Wedinghausen.
1238 Verleihung der Stadtrechte
Verleihung der Stadtrechte zwischen 1230 und 1238.
1368 Verkauf der Grafschaft Arnsberg an das Kölner Erzstift
Graf Gottfried IV. von Arnsberg verkauft die Grafschaft Arnsberg an das Kölner Erzstift. Später Bildung des Herzogtums Westfalen.
1600 Arnsberg brennt nieder
Am 28.05.1600 brennt die ganze Stadt mit Rathaus und Archiv ab.
1652 Kurfürst Maximilian Heinrich errichtet einen Tiergarten
Kurfürst Maximilian Heinrich erwirbt Gut Obereimer und richtet einen Tiergarten ein.
1709 Großer Stadtbrand
Beim Stadtbrand werden Glockenturm, Rathaus und 70 Häuser vernichtet.
1730 Umgestaltung des Arnsberger Schlosses
Umgestaltung des Arnsberger Schlosses durch Barockbaumeister Joh. Konrad Schlaun.
1762 Arnsberger Schloss steht unter Beschuss
19.04.1762 - Beschießung und Zerstörung des Arnsberger Schlosses. Auch die Stadt erleidet schwere Schäden.
1794 Kurkölnische Behörden fliehen nach Arnsberg
Kurkölnische Behörden fliehen von Bonn nach Westfalen. Das Domkapitel wird mit dem Domschatz und dem Dreikönigsschrein im Kloster Wedinghausen einquartiert.
1803 Herzogtum Westfalen fällt an Hessen-Darmstadt
Reichsdeputationshauptschluß. Das Herzogtum Westfalen fällt an Hessen-Darmstadt. (Säkularisation)
1815 Herzogtum Westfalen wird Preußen zugesprochen
Der Wiener Kongress spricht Preußen das Herzogtum Westfalen zu.
1816 Arnsberg wird Regierungssitz
Oberpräsident von Vincke ergreift für Preußen Besitz von der Stadt Arnsberg und dem Herzogtum Westfalen. Arnsberg wird Regierungssitz.
1897 Bau des Ehmsendenkmals
Bau des Ehmsendenkmals zu Ehren des Forstrats Ernst Ehmsen.
1945 Besetzung durch die Amerikaner
1975 Gemeindereform Arnsberg
Kommunale Neugliederung. Arnsberg, Neheim, Hüsten und 12 Umlandgemeinden bilden die neue Stadt Arnsberg.
2019 Neubau Sauerland Museum
Vielen Dank an Fred Risse für das zur Verfügungstellen der Informationen und Bilder.
Obereimer

Forsthaus Obereimer
Zitat aus „Geschichte Arnsbergs 1895“
„Oberkellner (Finanzverwalter, Schatzmeister) Dücker hatte seit dem Jahr 1627 einzelne Höfe und Kotten des Dorfes Obereimer erworben, dann auch die gutsherrlichen Rechte über diese Bauerngüter an sich gebracht, die bis dahin in den Händen der Familie Wreden in Reigern, des Kurfürsten und des Klosters Wedinghausen gewesen waren. Nachdem er auch noch die „Rettelhöfe“ im Walpketal (Seufzertal) gekauft hatte, erwirkte er im Jahr 1631 vom Landtage die Anerkennung dieses Besitztumes als landtagsfähiges „RITTERGUT OBEREIMER“ und die Befreiung desselben von Schatzungen und Kriegskontributionen.“
Die Freude des Herrn Dücker an diesem Gut währte nicht lange, da der Kurfürst Herzog Maximilian Heinrich von Bayern, Wohlgefallen an dem Besitz fand und er diesem die Besitzung abtreten musste.
„Kaum war der Kurfürst in den Besitz des Gutes Obereimer gelangt, so vergrößerte er dasselbe nach allen Seiten durch Ankauf anstoßender Ländereien, Wiesen und Weiden. Dann richtete er daselbst ein großes Gestüt ein, verschönerte das Gut durch die Anlage eines Baum- und Lust-gartens und mehrerer Fischweiher und legte unterhalb derselben einen EISENHAMMER an (daher die Namen Hammersteich, Hammershäuschen), zur dessen Bedienung er einen Wasser-graben von der Jägerbrücke aus stechen ließ. Er baute die Pulvermühle (Pulverhaus) an der Walpke, legte am rechten Ruhrufer eine neue Landstraße nach Hüsten an, verband durch einen neuen Weg und eine Fahrbrücke das Schloß mit Obereimer, umgab das Gut mit einem ausgedehnten TIERGARTEN und führte in Obereimer mehrere große Bauten (Stallung von 65 m Front, Pfort- und Jagdhaus, Tummelhaus oder Reitbahn) auf, die zum Teil noch heute (1895) stehen.“
Nach diesen Investitionen hat das Gut in den folgenden 300 Jahren eine wechselvolle Geschichte mit wechselnden Besitzern und Pächtern erlebt. Von den Gebäuden steht heute nur noch das Herrenhaus. Dort befindet sich das Forstamt Arnsberg sowie seit 2007 die Lehr- und Forstanstalt des Landes NRW zu der auch das „Forstliche Bildungszentrum für Waldarbeit und Forsttechnik“ in Neheim gehört.
Obereimer ist ein Teil des Stadtbereichs Arnsberg.
Quelle:
Karl Feaux de Lacroix, Geschichte Arnsbergs 1895
Europäischer Geschichtsverlag Paderborn ISBN: 978-3-86382-601-7
Bild: Wikipedia
Arnsbergs Vereine & Ortsverbände
Verein 02
Zur Website